Vom 15. bis 20. Juni 2026 fanden im Saarland die Nationalen Spiele von Special Olympics, der Sportorganisation für Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung, statt. Beim größten deutschen Multisportevent des Jahres waren insgesamt vierzehn Segelteams am Start, vier davon aus Baden-Württemberg.
Austragungsort der Regatten war der Bostalsee, Gastgeber der Landesverband Saarländischer Segler e.V. (LVSS). Die Segler bei Special Olympics-Wettbewerben sind immer im „Unified Team“ unterwegs, d. h., ein Athlet mit Behinderung arbeitet mit einem nicht-behinderten Segler, dem sogenannten Unified-Partner, zusammen. Steuert der Unified-Partner das Boot, startet das Team in Level 1. Hat der Athlet die Pinne in der Hand, so geht das Team in Level 2 an den Start. Gesegelt wurde auf Flying Cruisern (Level 1) und RS Ventures (Level 2).
Am Montag konnten sich die Teams mit dem Revier und den Booten im freien Training vertraut machen, bevor es zur großen Eröffnungsfeier in das Ludwigsparkstation nach Saarbrücken ging. An den beiden folgenden Tagen wurden die Klassifikationsläufe ausgetragen, donnerstags wurde bei Flaute gebadet. Am Freitag fanden dann die spannenden Finalläufe statt.
Folgende Platzierungen konnten die Teams aus BW in ihren Leveln erreichen:
– Maximilian Eichhorn und Jonas Thelen (Tannenhag-Schule/WYC): Gold in Level 2, Finalgruppe 2
– Sebastian Frech und Theo Strickmann (STSC): Silber in Level 1, Finalgruppe 2
– Oliver und Carolin Draude: Bronze in Level 1, Finalgruppe 1
– Melissa Geyer und Linus Wenger (Tannenhag-Schule/WYC): 4. Platz in Level 2, Finalgruppe 2
Gewinner dieses „saarländischen Sommermärchens“ sind alle Teams – und so wurde bei der Siegerehrung am Samstag ausgelassen gefeiert. Als besondere Überraschung kündigte Iris Brettschneider (Leiterin des Wettbewerbs am Bostalsee und nationale Koordinatorin Segeln für SpecialOlympics) eine große internationale Regatta für 2027 in Kiel an.



